Golftechnik - Die Ausrichtung
Unabhängig vom offenen oder geschlossenen Stand aus speziellen
Gründen, ist die Ausrichtung eigentlich recht einfach: Der Körper und die
Körperlinien wird parallel zur Ziellinie und die Schlagfläche rechtwinklig
zum Ziel ausgerichtet. Der einfachste Weg um eine parallele Ausrichtung
zu visualisieren ist, sich das Bild von Eisenbahnschienen vorzustellen, mit
den Füßen auf der einen Schien und dem Schlägerblatt, sowie dem Ball
auf der anderen. Den Schlägerkopf dann rechtwinklig zur Schiene
auszurichten, sollte dann noch leichter fallen.
Das Problem, das bei vielen Spielern auftritt sich diese Art von
Ausrichtung dann auch auf dem Platz vorzustellen. Um dies zu
vereinfachen sucht man sich nun ein Zwischenziel. Eine solche Kleinigkeit
kann bereits einen großen Unterschied machen. Ein Zwischenziel ist ein
gedachter oder realer kleiner Punkt auf der Linie zwischen Ball und Loch.
Beispielsweise ein Blatt, Steinchen oder Grashalm, welcher etwa 50 cm
vor dem Ball liegt und als ideales Zwischenziel dient.
Das Verbessern der Ausrichtung auf dem Platz kann in 2 Schritten
erfolgen: Üben auf der Range mit Hilfe von Hilfslinien (auf dem Boden
liegende Schläger) und das Nutzen von Zwischenzielen bei häufigem
Wechsel der Ausrichtung.
Laut Regelbuch ist es natürlich nicht gestattet auf dem Platz Hilfsmittel
zum Zielen auf dem Boden zu platzieren oder sich ein Zwischenziel auf die
Spiellinie zu legen. Aber man sollte dennoch damit üben, um das innere
Auge an die richtige Ausrichtung zu gewöhnen. Der auf dem Boden
liegende Schaft oder einfach die gerade Linie der Driving Range Matte
funktioniert hier wunderbar. Das ganze sollte das Ziel haben das gesamte
Unterbewusstsein an diese Ausrichtung zu gewöhnen und dadurch auf
dem Platz ganz automatisch weniger Ausrichtungsfehler zu begehen. Es
trainiert das Nervensystem sich richtig ausgerichtet zu fühlen…
Falsches Zielen ist häufig bedingt durch die Dominanz eines beider Augen.
Das heißt man sieht mit einem Auge etwas stärker; bei Rechtshändern
häufig das rechte Auge, was dazu führt, dass man gefühlsmäßig rechts am
Ziel vorbeizielt.
Der Zweck eines Zwischenziels ist eine Ziellinie visualisieren zu können.
Sobald man eine Linie hat, die man vor seinem inneren Auge sehen kann,
kann man sich parallel bzw. rechtwinklig dazu Ausrichten. Auch wenn es
wie erwähnt nicht erlaubt ist etwas auf dieser Linie zu platzieren, so finden
sich doch hunderte von kleinen natürlichen Punkten auf oder neben dieser
gedachten Linie. Irgendetwas neben der richtigen Linie kann beim
Ausrichten ebenso als Referenzpunkt dienen wir ein Punkt genau auf der
Linie, wie z.B. die Kante eines herausgeschlagenen Divots.
Nachdem man also seinen Referenzpunkt gefunden hat und die richtige
Linie visualisiert kann man leicht alle Körperlinien (Füße, Knie, Hüfte,
Schultern) parallel dazu ausrichten. Perfekte Ausrichtung und genaues
Zielen ist die Konsequenz; denn der beste Schwung bringt nichts, wenn
man falsch gezielt hat. Dasselbe gilt in besonderem Maße auch für das
Putten.
Vorzugsweise sucht man sich einen Referenzpunkt der ziemlich nah vor
dem Ball liegt; 50 cm oder weniger. Manche sind aber auch an einen
weiter entfernten oder sogar noch näheren Punkt gewöhnt. Dies sollte
durch Situations angepasstes Probieren herausgefunden werden.
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Quellen: Mark Blakemore - Using an intermediate Target. Pro Tip Archive
