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Golftechnik - Winkeln

Golftechnik - Der Punch

Der Punch - Ein Spezialschlag


Was ist der Punch?
Im Profi Golf, speziell auf den PGA Touren wird der Punch mit
verschiedenen Begriffen betitelt. Man hört Ausdrücke wie „I punched a
little 9 Iron“, Tiger Woods hört man sagen: „I had a little knockdown-shot
with my 6 Iron” oder Carlo Knauss:”Beachten sie das kurze tiefe Followthrough!“
All dies ist gewiss etwas subjektiv und abhängig davon, wenn
man gerade fragt…Im allgemeinen aber ist es ein verkürzter Schwung,
insbesondere mit verkürztem Durchschwung, der Situations und
Spielerabhängig als Punch, Knockdown, Squeeze oder dergleichen
bezeichnet wird.
Warum und wann wird der Punch gespielt?
Im Fernsehen beobachtet man häufig die Tourspieler beim Punchen. Dies
kann viele Gründe haben, die gängigsten sind jedoch:
- Um den Ballflug flacher als normal zu halten
- Um mehr Gefühl für den Krafteinsatz und die Distanz zu haben
(insbesondere wenn die gewünschte Flugweite genau zwischen zwei
Schlägern liegt)
- Um den Spin zu verringern (sauberen Kontakt vorausgesetzt, wird
ein härter geschlagener Ball mehr Spin haben.
- wenn der Rück oder Durchschwung behindert sind (unvermeidbar
bei Lagen unterhalb von Bäumen und dergleichen)
Eine typische Situation für den Punch wäre folgende: Ein Par 3 Loch
welches bereits oft gespielt wurde und beim Spieler als Angstloch gilt. Es
ist lediglich etwa 150 Meter lang, aber mit einem tiefliegenden, schmalen
Grün, verteidigt durch ein das Grün vorn und links umspannendes
-GolFlair- Patric Kuck
Hindernis und Ausgrenze auf der rechten Seite (Um das Grün zu erreichen
muss man über eine Brücke gehen). Da all dies natürlich nicht genug ist,
bläst ein harter Wind von vorne rechts und das Tee ist etwa 10 Meter
erhöht…Ohne den Wind würde man vielleicht ein sicheres Eisen 8 zentral
aufs Grün legen können, aber bei diesem Wind?! – Fehlen die
Nerven…einen vollen Schwung zu machen und den Ball hoch durch die
Luft fliegen zu lassen. Also fällt die Wahl auf ein Eisen 5 oder 6 mit einem
halben Auf- und Durchschwung mit Händen vor dem Ball. Das ganze als
großen Chipschlag zu betrachten kann gedanklich helfen. Das Ergebnis ist
ein flacher Ballflug mit wenig Spin, der kaum in den Wind steigt und
hoffentlich die richtige Länge hat.
Wie schlägt man den Punch?
Punches werden meist nur von fortgeschrittenen Spielern verwendet, da
sie im Allgemeinen über genügend Gefühl für die Durchführung verfügen.
Da dieser Schlag viel mit Gefühl zu tun hat, werden die individuellen
Techniken so verschieden sein wie die Namen für den Schlag. Der
Einfachheit halber denkt man an einen Teil-Schwung (also kein voller
Schwung). Der normale Punch hat einen Aufschwung, bei dem die Hände
die Schulterhöhe nicht überschreiten, und ebenso im Durchschwung. Auch
werden meist die Hände vor dem Ball platziert, sowohl im Setup als auch
im Treffmoment, um den dynamischen Loft zu verringern und den Ballflug
flach zu halten.
Auch dieser Schlag sollte ausreichend auf der Range geübt werden, bevor
man ihn auf dem Platz einsetzt. Die meisten Anfänger werden mit diesem
Schlag wohl überfordert sein und sollten erstmal Ihren Grundschwung
festigen um Interferenzen zu vermeiden. Für mittlere und niedrige
Handicaps sollte dieser Schlag jedoch zum Standardrepertoire gehören
und kann auf jeder Runde variabel und hilfreich eingesetzt werden.