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Clubfitting - Einfluss der Farben

Golftechnik - Die Ausrichtung

Clubfitting - statisches und dynamisches Fitting


Einer der Schlüssel zum besseren Spiel ist gewiss eine individuell
angepasste Ausrüstung. So wie die Anatomie jedes Einzelnen
unterschiedlich und vielleicht einmalig ist, so unterschiedlich sollten auch
die Schläger der Spieler sein. Ein Golfer, der die Stangenware aus dem
Kaufhaus benutzt, setzt sich meist direkt einem Nachteil aus. Diese
Schläger werden einfach nach anatomischen Durchschnittsmaßen gefertigt
und sind weder an entsprechende Fertigkeiten noch an individuelle
Gegebenheiten angepasst. Mögen diese Schläger auch Einigen gerecht
werden, so ist es sehr wahrscheinlich, dass das nicht für alle zutrifft.
Um von dieser Seite die Tür zu niedrigen Rundenergebnissen zu öffnen, ist
es also essentiell, ein Fitting zu durchlaufen. Fittings können indoors,
outdoors oder sogar übers Telefon/Email durchgeführt werden.
Ein Fitting beinhaltet in jedem Fall Informationen über das eigene Spiel,
Körpermaße, Schlagmuster, Schlagweiten, körperliche Kraft, usw.
Im Fitting Bereich unterscheidet man zwischen statischem und
dynamischem Fitting. Statisches Fitting basiert auf Daten und Werten die
vom Spieler selbst oder vom Pro aufgenommen und interpretiert werden.
Dynamisches Fitting dagegen basiert auf der Studie von Schwungmustern
Flugkurven. Auf jeden Fall sind beide Verfahren vernünftiger als Schläger
von der Stange zu erwerben. Aber da die Beobachtung von Flugkurven
deutliches Feedback auf die Qualität des Spiels geben ist eine
dynamisches Fitting dem Statischen vorzuziehen. Die investierte Zeit ein
dynamisches Fitten zu durchlaufen wird sich in jedem fall lohnen.
Zu Beginn eines Statischen Fittings werden einige prinzipielle Fragen zu
Präferenzen gestellt. Wenn man auf diese Weise gefittet wird ist es
GolFlair – Patric Kuck - 2005
möglich, dass man gar nicht in persönlichen Kontakt mit dem Clubmaker
tritt. Telefonisch, per Brief oder Internet wird dies häufig durchgeführt.
Dieses Fitting basiert zum großen Teil auf der eigenen Analyse des Spiels
und dem Ausmessen gegebener Anatomischer Faktoren. Unglücklicherweise
sind sich viele Spieler gar nicht bewusst, auf welche Weise sie den
Ball in der Realität treffen. So denken die meisten, dass sie den Ball vie
länger und gerader schlagen, als sie dies wirklich tun…Häufig hört man
Spieler sagen, dass sie den Driver 270m geschlagen haben, aber aus
140m das Eisen 4 benutzen! Die besten Professionals treffen im Schnitt 13
Fairways, die meisten Amateure sind Überzeugt, dass sie zwischen 8 und
12 Fairways treffen.
Das erste große Manko ist hier also die fragliche Ehrlichkeit des Spielers.
Beim Ausmessen der Körpermaße, werden Standards wie der Abstand der
Fingerspitzen zum Boden und dergleichen bewertet. Wenn diese Werte
auch ein ansprechendes Setup hervorrufen können, so beachten Sie nicht
wie der Schläger wirklich geschwungen wird. Vielmehr sagt es aus, dass
Beispielsweise Spieler mit kurzen Armen lange Schläger benötigen.
Beachtet werden aber keine Präferenzen, wie z.B. ein Aufrechtes Stehen
und erst recht keine Entscheidenden Treffmomentfaktoren! Ein
dynamisches Fitting beginnt mit einem Interview und einem Arbeitsblatt,
ähnlich dem beim statischen Fitten. Der große Unterschied besteht darin,
dass viele dieser Werte im Rahmen von Schlagtests durchgeführt werden.
Weiterhin wird dieser Test zeigen wie weit die eigene Einschätzung des
Spielers von der Realität entfernt ist. Diese Testreihe beinhaltet das
Schlagen mit Schlägern verschiedenster Spezifikationen, um einen Satz
herauszufiltern der exakt an die Bedürfnisse des Spielers angepasst ist.
Eine Fitting Session sieht folgendermaßen aus:
Dem Spieler werden 3 Schläger mit verschiedenen Lofts gereicht, die
objektiv am besten zu seinem Schwung passen. Der Ballflug oder
Computeranimationen können nun die Meinung des Fitters und des
GolFlair – Patric Kuck - 2005
Spielers zu bestätigen. Auch Driver mit unterschiedlichen Lofts werden
getestet; Der Ballflug und gegebenenfalls die Spinrate zeigen nun den
optimalen Loft. Schläger mit verschieden Längen, Lie Winkeln und
unterschiedlichen Schäften werden getestet und festgestellt wie gut der
Sweetspot getroffen wird. Guter Impact sichert dann Genauigkeit,
Wiederholbarkeit und Länge der einzelnen Eisen. Des weiteren wird die
richtige Griffstärke gemessen. Auch Schläger mit verschiedenen
Schwunggewichten und Bleiband können geschlagen werden, um
herauszufinden welcher sich für den Spieler am Besten anfühlt.
Schwunggeschwindigkeitsmessgeräte werde zur Bestimmung der richtige
Schaft-Spezifikationen eingesetzt. Einige Schläger werden mit
unterschiedlichen Schäften geschlagen, nicht nur um Länge und
Genauigkeit, sondern auch um das Feedback beim Spieler zu testen.
Hölzer und Eisen werden getrennt bewertet. Verschiedene Kopfformen wie
Blades oder Cavity-Backs können ausprobiert werden. Einige Spieler
werden Ihre Eisen anders schwingen als die Hölzer und dementsprechend
werden diese Schläger getrennt getestet. Weiterhin wird ein Spieler mit
Schlägern die ihm optisch nicht zusagen auch nicht sein Potential
ausschöpfen können. Dynamisches Fitten beachtet dies, statische Fitten
dagegen nicht.
Dynamisch, statisch oder von der Stange? Jedes Fitting ist besser als
keines! Beim statischen Fitten bekommt man zumindest Schläger die der
Stangenware überlegen sind, aber dynamisches Fitten bei einem
qualifizierten Professional garantiert, dass die Schläger so gut zu einem
passen wie ein Maßanzug. Es gibt keine Alternative für angepasste
Schläger, wenn man im Golf sein Potential auszuschöpfen sucht.